Die 8 dramatischsten Serien-Tode des Jahres 2013

Das Jahr geht zu Ende, und für Serien-Fans wurde so einiges geboten. Zwischen Drachen, Vampiren, Herrenhäusern und Serienkillern gab es dieses Jahr neben viel Action, Spitzfindigkeiten, Intrigen und großen Gefühlen auch den einen oder anderen Trauerfall zu beklagen.

 

Die 8 dramatischsten Serien-Tode des Jahres 2013

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Wenn Serien-Charaktere das Zeitliche segnen, ist dies häufig mit Aufruhr verbunden: Man trauert um den Charakter, der einem ans Herz gewachsen ist (auf welche Weise auch immer), oder man ist froh, den verhassten Kotzbrocken los zu sein. Hier sind also die 8 Charaktertode, die mir in diesem Jahr mit dem größten Drama verbunden schienen.

Bei der Frage, was genau zum Serien-Jahr 2013 gehört, musste ich ein wenig rätseln. Erstausstrahlung? Ausstrahlung in Deutschland? Pay-TV oder Free-TV? Oder, wann ich die Serie gesehen habe? Ich nehme einfach ein wenig von allem. Also: Große Spoilerwarnung für die folgenden Serien: Downton Abbey (Staffel 3), True Blood (Staffel 6), Game of Thrones (Staffel 3), Dexter (Staffel 4) und Sherlock (Staffel 2).

 

Rita Bennett (Dexter)

Der Blutspurenanalyst und Teilzeit-Serienkiller Dexter Morgan mordet nach einem Codex und bringt jene bösen Buben zur Strecke, die der Polizei entwischen. Nun hatte er gerade dem berüchtigten Trinity Killer, auf dessen Konto Morde aus mehreren Jahrzehnten gehen, das Handwerk gelegt. Als er nach Hause kommt, sieht er jedoch die letzte Rache des Trinity Killers und findet seine Ehefrau Rita ermordet in der Badewanne. Ihr gemeinsamer Sohn Harrison sitzt weinend in einer Blutlache – wie Dexter selbst beim Tod seiner eigenen Mutter. Nun ist Dexter also nicht nur Blutspurenanalyst und Serienkiller, sondern Witwer und alleinerziehender Vater.

Sybil Crawley (Downton Abbey)

Die Macher der britischen Erfolgsserie „Downton Abbey“ haben es in diesem Jahr nicht gut mit dem seelischen Gleichgewicht ihrer Fangemeinde gemeint. Erst hatten wir mitgefiebert, wie die jüngste Grafentochter Sybil mit dem irischen Chauffeur anbandelte. Und gerade, als ihre Familie sich scheinbar mit Sybils ungewöhnlicher Ehemannwahl abgefunden hatte, verstarb Sybil gleich nach der Geburt ihrer Tochter. Harter Tobak.

Matthew Crawley (Downton Abbey)

Aber dabei sollte es nicht bleiben. Zwei Staffeln hatte es gedauert, bis Mary, die älteste Tochter Downton Abbeys, und Matthew, der entfernt verwandte, aber männliche, Erbe endlich zueinandergefunden hatten. Nun wurde Hochzeit gefeiert, und im Staffelfinale kam der ersehnte Stammhalter zur Welt. Als Matthew auf dem Rückweg aus dem Krankenhaus war, verunglückte er tödlich mit dem Wagen. So geschehen in der Weihnachtsfolge, und das Fest war für zahlreiche englische Haushalte ruiniert.

Nora Gainsborough (True Blood)

Auch die Südstaaten-Vampirsaga „True Blood“ hatte gleich mehrere Verluste zu beklagen. Die von Menschen erdachte Vampirseuche Hepatitis V kostete das untote Leben von Nora, der Schwester von Eric Northman. Sie starb dramatisch in seinen Armen, oder vielmehr: Sie zerfiel in seinen Armen zu rotem Schleim, und er beginnt einen blutigen Rachefeldzug.

Steve Newlin (True Blood)

Der ehemalige Reverend, nun Vampir, Newlin hatte ein bewegtes Leben hinter sich, und mehr als eine Gefahr heil überstanden. Doch nun stand er im Weg eines nach Rache dürstenden Eric Northman, der feststellte, dass, wann immer ihm jüngst etwas Schlimmes passiert war, Steve Newlin in der Nähe gewesen war. Und mit diesen Worten übergab er Newlin dem tödlichen Sonnenlicht.

Terry Bellefleur (True Blood)

Wohl einer der tragischsten Tode des Jahres. Der Kriegsveteran Terry Bellefleur hatte seit Jahren mit einer posttraumatischen Belastungsstörung zu kämpfen, die sicher nicht besser wurde, als er in der vorherigen Staffel gezwungen war, einen alten Kampfgefährten zu töten, um sein eigenes Leben zu retten. Nun wird es Terry alles zuviel, und er bittet einen Freund, ihn zu einem beliebigen Zeitpunkt zu erschießen. Seine Frau Arlene will Terry jedoch helfen und beauftragt einen Vampir, Terry all seine schlechten Erinnerungen  zu nehmen. Terry ist anschließend sehr glücklich, vergißt dabei allerdings auch, seinen eigenen Tod in die Wege geleitet zu haben. Er wird niedergeschossen und stirbt in den Armen seiner Frau.

Robb und Catelyn Stark (Game of Thrones)

Oh, die armen Serienfans, die die Bücher nicht kannten. Es existieren dutzende Youtube-Videos, die wissende Buchfans von der Reaktion ihrer Freunde aufgenommen hatten, als diese unwissend die Folge mit der „roten Hochzeit“ ansahen. Denn wenn man glaubte, man hätte nach dem Tod von Eddard Stark in Staffel 1 alles gesehen, kennt man George R.R. Martin schlecht.

Nicht nur Robb Starks schwangere Ehefrau, sondern auch der König des Nordens selbst, seine Mutter Catelyn sowie nahezu sein ganzes Gefolge werden durch den Verrat des rachsüchtigen Walder Frey niedergemetzelt. Und „Der Regen von Castamere“ bildet den idealen Soundtrack zum Massenmord.

Sherlock Holmes (Sherlock)

Ja, ich weiss. Sherlock ist nicht wirklich tot. Und jeder, der sich ein wenig in der Sherlock-Holmes-Welt auskennt, wusste, was es bereits mit dem Titel „Reichenbach-Fälle“ auf sich hatte, nämlich den Tod Sherlocks, den Arthur Conan Doyle später by public demand zurücknahm. In der Serie muss Sherlock nun den Freitod wählen, um seine Freunde zu retten, und in Sichtweite von John Watson springt er spektakulär vom Dach des St. Bartholomew Hospital. Für jeden unbedarften Zuschauer ziemlich überzeugend, sogar sein Leichnam auf dem Asphalt wurde gezeigt. Doch bereits am Ende der Folge sieht man den noch lebenden Sherlock. Für mich daher der dramatischste Tod, weil er selbst mit dem Wissen, das es nicht echt ist, ergreifend war, und sich nun bis zur kommenden Staffel die halbe Welt fragt: Wie zum Geier hat er das angestellt?

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Links (Achtung Spoiler):

Buzzfeed: The 65 most important TV deaths in 2013

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