15 Dinge, die Du nicht über Elizabeth I. wusstest

Elizabeth I. , die große Tudor-Königin, die über England von 1558 bis 1603 herrschte, wurde heute im Jahr 1533 in Greenwich geboren. Viel wurde bereits über sie gesagt und geschrieben, daher will ich heute von 15 Dingen erzählen, die Du über Good Queen Bess vielleicht noch nicht wusstest.

15 Dinge, die Du nicht über Elizabeth I. wusstest

15 Dinge, die Du nicht über Elizabeth I. wusstest

1.) Elizabeth wurde gleich nach beiden Großmüttern, Elizabeth von York und Elizabeth Howard, benannt. Ihrem Vater wäre es natürlich lieber gewesen, er hätte sein Kind nach sich benennen können…

2.) Obwohl sie ihre Mutter öffentlich scheinbar nie erwähnte, trug Elizabeth bis zu ihrem Lebensende einen Ring mit einem Portrait ihrer Mutter und sich selbst. In der Öffentlichkeit betonte sie stets nur, die Tochter ihres Vaters zu sein. Dies war ntürlich klug, denn der Ruf ihrer Mutter war gründlich ruiniert worden. Und daran zu erinnern, dass sie, Elizabeth, Anne Boleyns Tochter war, hätte ihr nicht nur Freunde gemacht. Doch sie fand subtilere Wege, ihrer Mutter zu gedenken. Neben dem erwähnten Ring bevorzugte sie ihre Verwandten mütterlicherseits ihr Leben lang. Außerdem trug sie, als sie im Teenageralter für ein Gemälde Modell stand, die berühmte „A“-Kette ihrer Mutter.

3.) Verbreitete man zu Elizabeths Regentschaft das Gerücht, sie und ihr Favorit Robert Dudley hätten ein gemeinsames Kind, wurden einem zur Strafe die Ohren abgeschnitten.

4.) Erst unter Elizabeth I. wurde die heutige Länge einer Meile festgelegt. Zuvor hatten zahlreiche Regionen ihre eigenen Meilen – und auch noch unterschiedlich lange Yards.

5.) Elizabeth war eine der reinlichsten Frauen Englands – sie nahm alle drei Monate ein Bad. Für jene Zeit war dies revolutionär. Noch 100 Jahre später nahm König Ludwig XIV. von Frankreich nur drei Bäder in seinem gesamten Leben.

6.) Elizabeth verhängte eine Bartsteuer für jeden Bart, der länger als zwei Wochen wachsen gelassen wurde.

7.) Obwohl Elizabeth ein großer Fan der Stücke von William Shakespeare war, wurde die Szene, in der Richard II. entthront wird, während ihrer Regentschaft nie aufgeführt – sie fürchtete selbst zu sehr um ihren Thron.

8.) Sie besaß die welterste Armbanduhr.

9.) Sie war auch der erste englische Monarch, der eine Toilette mit Wasserspülung besaß. Doch bis die Idee wirklich Schule machte, vergingen noch Jahrhunderte der Sickergruben…

10.) Der Erfinder besagter Toilette war Sir John Harington, der der Patensohn von Elizabeth I. war. Er ist außerdem ein Vorfahr von Kit Harington, oder wie „Game of Thrones“-Fans ihn nennen: Jon Snow.

11.) Elizabeth I. hatte nicht nur ein hitziges Temperament, sondern auch einen mehr als deutlichen Wortschatz. Sie schrieb ihrem zeitweiligen Favoriten Robert Devereaux, dem Earl of Essex, einen Brief, dessen Ton so scharf war, dass der Earl beim Lesen in Ohnmacht fiel.

12.) Elizabeth gab ihren Lieblingen gern Spitznamen. Sie flirtete ähnlich gern wie ihre Mutter und umgab sich gern mit den bestaussehendsten Männern am Hofe und unterhielt auch ausländische Prinzen, die auf ihre Hand hofften. Ihren Favoriten, auf persönlicher oder politischer Ebene, gab sie gern Spitznamen. Ihr erster Minister und lebenslanger Berater William Cecil war ihr „Geist“ („Spirit“), während ihr mutmaßlicher Geliebter Robert Dudley ihre „Augen“ („eyes“) war. Ihren Verehrer, den französischen Prinzen François, Herzog von Anjou, nannte sie „Frosch“ („frog“). Zu römischen Zeiten war der Frosch ein Symbol der Liebe.

13.) Sie duldete keine weibliche Konkurrenz – und dazu griff sie auch zu unfairen Taktiken. Elizabeth genoss es, das Zentrum der männlichen Aufmerksamkeit zu sein. Doch als ihr Aussehen durch die Pocken und das Alter zu leiden begann, musste sie dafür sorgen, dass ihr diese Aufmerksamkeit erhalten blieb. Sie kleidete sich aufwendig, in teure Stoffe und reiche Farben, während sie ihren Hofdamen vorschrieb, nur schwar oder weiß zu tragen. Egal, wie hübsch diese sein mochten, es wanderten automatisch alle Augen zur Königin. Um die Wirksamkeit dieses Manövers zu testen, fragte sie einmal einen adeligen Gast aus Frankreich, was dieser von ihren Damen halte. Er protestierte, dass es ihm nicht möglich sei, die Sterne zu bewerten, wenn die Sonne anwesend war. Dies war genau die Antwort, auf die Elizabeth spekuliert hatte.

14.) Elizabeth I. brauchte für ihr Make-up und Outfit länger als jeder andere Monarch. Sie war schon immer auf ihr Aussehen bedacht, doch als sie älter wurde, sprengte das Ritual, die Königin anzukleiden und zu schminken, jeden Rahmen. Vier Stunden täglich verbrachten ihre Damen mit der Vorbereitung am Morgen und dem Entkleiden und Abschminken am Abend.

Um ihr Alter zu verbergen, trug Elizabeth Perücken in ihrer ursprünglichen roten Haarfarbe. Ihre Augen wurden schwarz umrahmt und ihre Lippen mit einer Mischung aus Bienenwachs und pflanzlicher Farbe rot gefärbt. Ihr Gesicht, ihr Hals und ihre Hände wurden mit einer Mixtur aus Essig und Blei weiß geschminkt. Mit jedem Jahr wurden mehr und mehr Schichten aufgetragen. Ironischerweise fügte dieses Make-up der Haut viel mehr Schaden zu als das Alter es je konnte. Aber Elizabeth bestand auf der Verwendung dieser gefährlichen Kosmetik, und nur ihre vertrautesten Hofdamen durften sehen, was sich unter dem Make-up verbarg.

15.) Elizabeth I. wurde häufiger in Film und Fernsehen verkörpert als jeder andere britische Monarch. Zuerst kam Sarah Bernhardt in „Les Amours de la Reine Elisabeth“ (1912), dann spielte Bette Davis sie gleich zweimal, zuerst in „The Private Lives of Elizabeth and Essex“ (1939) und erneut in „The Virgin Queen“ (1955).

Es folgten zahlreiche weitere Verkörperungen, darunter die großartige Glenda Jackson in der BBC-TV-Serie „Elizabeth R“ (1971) – bis heute meine liebste Darstellung.

Vermutlich inspiriert von der Legende des Bisley Boy war „Orlando“ (1992), wo mit Quentin Crisp ein Mann die Königin spielte.

Die prominenteste Darstellung dürfte Cate Blanchett sein, die die Königin in „Elizabeth“ (1998) und „Elizabeth – Das goldene Königreich“ (2007) spielte. Judi Dench gewann für ihre kurze, aber brilliante Darstellung in „Shakespeare in Love“ (1998) sogar einen Oscar. Helen Mirren übernahm mit ähnlicher Brillianz Elizabeths Rolle in der TV-Miniserie „Elizabeth I“ (2005).

Zu guter Letzt spielte das Mutter-Tochter-Duo Vanessa Redgrave und Joely Richardson die Königin in alten und jungen Jahren im umstrittenen Film „Anonymus“ (2001).

Sogar Doctor Who traf gleich mehrfach auf Elizabeth I., in Episoden aus den Jahren 1965 und 2007.

 

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Quelle: https://www.historyextra.com/period/elizabethan/7-things-you-probably-didnt-know-about-elizabeth-i/

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Ein Kommentar

  1. Ich mag Elizabeth weil ohne ihre fortschrittliche Denkweise wäre England heute nicht was es jetzt ist. Ich finde es auch gut dass sie sich nie von Männern hat rumkomandieren hat lassen.

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