Ich hänge ein wenig hinterher, also benenne ich die Challenge inoffziell in „Blogge an Tagen im August“ um.

Heute also Erinnerungen aus meinem Leben mit 21. Grundlegend muss ich ja heute sagen: 21-Jährige sind Kinder. In dem Alter sieht das natürlich niemand so, und bekanntlich ist die Jugend an die Jugend verschwendet.

Als ich 21 war, entdeckte ich Live-Rollenspiel. Was das ist? Man hat eine Rolle und spielt diese frei in einer festgelegten Welt. Dies kann das Mittelalter, eine Fantasywelt oder eine Gesellschaft übersinnlicher Kreaturen sein. Man hat weder ein Script noch ein Publikum, sondern interagiert nur für sich und die anderen Darsteller miteinander. Ein wenig wie Cowboy und Indianer für Erwachsene.

Mit 21 fing ich also damit an, und ich bin bis heute dabei geblieben. Erst als Spieler, heute als Spielleiter. Mittlerweile häufen sich sogar seriöse Dokumentationen über das Live-Rollenspiel, wie z. B. über die Großveranstaltung „Conquest of Mythodea“, in denen Live-Rollenspieler zum Glück nicht mehr wie früher als bemitleidenswerte Spinner, sondern höchstens als liebenswerte, aber harmlose Exoten dargestellt werden. Und in der Tat sind die meisten Live-Rollenspieler weder realitätsfremd noch psychotisch. Es ist einfach ein befreiender Ausgleich, einfach mal ein paar Stunden, einen Tag, eine Nacht, ein Wochenende oder auch noch länger in eine andere Welt abzutauchen. Mit Realitätsflucht hat das genauso wenig zu tun, wie es Realitätsflucht ist, sich in ein gutes Buch zu vertiefen.

Dieses Hobby entdeckte ich mit 21, und sowohl meinen Verlobten als auch nahezu alle meine Freunde und Bekannten habe ich dadurch kennengelernt.

 


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