Das wird nicht lang und nicht schön, und es gibt keinen Weg, es irgendwie zu beschönigen.

Als wir im November 2010 in London waren, hatte mein Vater schon gesundheitliche Probleme. Er war schnell erschöpft und hatte Probleme mit dem Kreislauf. Ich habe, als wir wieder zuhause waren, meine Mutter gefragt, ob mein Vater zum Arzt gegangen war. Natürlich war er nicht. Freiwillig ging er schließlich nie zum Arzt. Am 17. Mai 2011 starb er an Herzversagen.

Ich frage mich oft, ob das alles hätte verhindert werden können, wenn er im November schon zum Arzt gegangen wäre. Eine kleine Tat, und die komplette Welt wäre unverändert geblieben, statt in allen Grundfesten erschüttert zu werden. Ich bedaure, nicht darauf bestanden zu haben, dass er zum Arzt geht.

Ich weiss, wie fruchtlos diese „Was wäre, wenn…“-Szenarien sind. Hinterher ist man immer schlauer. Und vermutlich hätte er eh nicht auf mich gehört.

Aber ganz werde ich diesen Gedanken wohl nie los werden.

 


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