Am kommenden Ostersonntag wird der neugewählte Papst Franziskus zum ersten Mal den Segen „Urbi et Orbi“ nach der Ostermesse und der Osterbotschaft spenden. Mindestens aufgrund regelmäßiger Erwähnung in allen denkbaren Medien haben wohl auch alle Nicht-Katholiken diesen Ausdruck schon gehört – aber was bedeutet „Urbi et Orbi“ eigentlich?

Was bedeutet eigentlich... Urbi et Orbi?

Die Ursprünge des Segensspruches liegen in altrömischer Zeit. Der Papst ist, neben dem Oberhaupt der römisch-katholischen Kirche ebenfalls der Bischof Roms – Rom, das damalige Weltreich und das Haupt der Welt. Selbstverständlich, dass diese Außergewöhnlichkeit auch Erwähnung finden musste. So bedeutet „Urbi et Orbi“ „der Stadt (Rom) und dem Erdkreis“.

Im 13. Jahrhundert wurde das Ritual rund um dem Segensspruch von der Kirche festgelegt. Und kennt man den Segen hauptsächlich aus der Ostermesse, kann er ebenfalls zu Weihnachten und nach der Wahl eines neuen Papstes gesprochen werden.

Grundlegend ist der Papst der einzige Würdenträger, der diesen Segen sprechen darf, doch kann er ausnahmsweise auch Kardinäle oder Bischöfe mit der Segenssprechnung beauftragen. Der Ort, von dem aus „Urbi et Orbi“ gesprochen wird, ist jene, dem Petersplatz zugewandte Loggia des Petersdoms, auf der Papst Franziskus kurz nach seiner Wahl der Welt präsentiert wurde: der sogenannten Benediktionsloggia.

Wozu nun also der Segen? Nach katholischer Lehre spricht er alljene, die den Segen sehen oder hören und willens sind, von der Bestrafung all ihrer Sünden frei. Laut dem ursprünglichen Ritual galt dies jedoch nur für jene, die auch vor Ort waren und den Segen vom Petersplatz aus vernahmen. Doch da nun schließlich der Segen den ganzen Erdball umfassen sollte, ist die Kirche hier mit der Zeit und dem technischen Fortschritt gegangen: seit 1967 kann der Segen auch gültig, also mit besagtem Straferlass, über das Radio empfangen werden. Seit 1985 gilt dies ebenfalls für das Fernsehen und seit 1995 für das Internet.

Und damit auch der (nahezu) gesamte Erdkreis den Segen verstehen kann, wird er alljährlich in mehr als 60 Sprachen gesprochen.
Links:

Wikipedia: Urbi et Orbi

Vatikan.va: Ostersegen „Urbi et Orbi“ 2011 in 64 Sprachen

 


1 Comment

Irene Hackner · 14. Februar 2014 at 16:36

Hi 🙂 nur mal so über Franziskus ich finde er ist ein guter Papst der sich insbesondere auch für die Armut einsetzt. O.k Benedikt war ja ganz o.k aber etwas altmodisch. Ich werde im August mit der Kolpingjugend nach Rom fahren. Ich freue mich so !!!!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.