Die Ära Stuart oder: Wie der Antikatholizismus zur englischen Staatsideologie wurde

Die Ära Stuart oder: Wie der Antikatholizismus zur englischen Staatsideologie wurde (Gastartikel)

Die Herrschaft der Tudors war in der Geschichte Englands eine allesverändernde, gleichzeitig aber doch relativ kurze Periode. Nach der – um es gelinde auszudrücken – eher schwierigen Herrschaft Heinrichs VIII. erlebte das Land gegen Ende des 16. Jahrhunderts eine wahre Blütezeit unter den Tudors. Diese goldene Ära ist untrennbar mit Königin Elisabeth I. verbunden. In ihre Zeit fiel die beginnende koloniale Expansion Englands; unter ihr besiegte England die spanische Armada; das Land mutierte vom unbedeutenden Inselstaat zur aufkommenden Großmacht Europas. Aber trotz all dem kam es für Elisabeth letztlich, wie es kommen musste. Sie starb im Jahr 1603 ohne Nachkommen zu hinterlassen. Elisabeth hatte sich nämlich Zeit ihres Lebens geweigert, zu heiraten. Das Haus der Tudors war am englischen Thron somit Geschichte.

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Mary I.: Wie ein verstoßenes Kind zu Bloody Mary wurde

Mary I.: Wie ein verstoßenes Kind zu Bloody Mary wurde

Mary Tudor, spätere Mary I. und unrühmlich als Bloody Mary in die Geschichte eingegangen: Sie war das einzige, überlebende Kind aus der Ehe von Heinrich VIII. und Katharina von Aragon. Doch ihr größter „Makel“ war, dass sie kein Junge war. Ihr Vater war erst der zweite Monarch der Tudordynastie, die gerade einmal etwa ein Vierteljahrhundert an der Macht war. Er fürchtete, dass die Tage der Rosenkriege zurückkehren würden, würde es ihm nicht gelingen, einen männlichen Erben zu zeugen. Seine Königin war für jene Zeit inzwischen zu alt, um Kinder zu bekommen. Also begannen die turbulenten Jahre von Annullierung, Enthauptungen und insgesamt fünf weiterer Königinnen, um das eine Ziel zu erreichen: Einen Sohn. Währenddessen wurde die ehemalige Prinzessin Mary zum Bastard erklärt, von ihrer Mutter getrennt und schließlich zur Unterwerfung gezwungen. An einem solchen Lebensweg hätten heutige Psychologen ihre helle Freude.

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Was bedeutet eigentlich… Urbi et Orbi?

Am kommenden Ostersonntag wird der neugewählte Papst Franziskus zum ersten Mal den Segen „Urbi et Orbi“ nach der Ostermesse und der Osterbotschaft spenden. Mindestens aufgrund regelmäßiger Erwähnung in allen denkbaren Medien haben wohl auch alle Nicht-Katholiken diesen Ausdruck schon gehört – aber was bedeutet „Urbi et Orbi“ eigentlich?

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