Der Hobbit: Smaugs Einöde“ in der Extended Version erscheint am 13.11. auf DVD und Blu-Ray. Doch da wir nun lange genug gewartet hatten, schauten wir uns die ganze 25 Minuten längere Fassung des Mittelerde-Abenteuers bereits am Wochenende auf Maxdome* an. Hat es sich gelohnt? Das erzählt Euch mein Verlobter Tristan Büchtmann:

Peter Jackson enttäuscht die Fans seiner Mittelerde auch bei „Smaugs Einöde“ nicht: Pünktlich zur heißen Phase der Promotion vom dritten und finalen Teil der Hobbit-Verfilmungen, die „Schlacht der fünf Heere“, kommt die Extended Version vom zweiten Teil, „Smaugs Einöde“ heraus.
Gut 25 Minuten mehr, fast drei Stunden Film insgesamt, so präsentiert sich „Der Hobbit: Smaugs Einöde – Extended Version“.

Von Spinnen, Elben und Geschwindigkeit

Die „normale“ Kinofassung begann als Vollsprint, Der Hobbit - Smaugs Einöde (Extended Version)Beorn der Hautwechsler, der Düsterwald, seine Spinnen und das Waldlandreich des Elbenkönigs Thranduil. Bilbo, Thorin und die Gemeinschaft der Zwerge hetzen nur so durch die Landschaft. Erst die rasante Flucht in Fässern den reißenden Fluss hinab nimmt sich etwas mehr Zeit – was schon paradox genug ist. Bard und die Seestadt werden zügig abgehandelt, bis die Zwerge, oder zumindest die meisten von ihnen, den einsamen Berg erreichen und dem Drachen Smaug einen epischen Kampf liefern. Und dann ist der Kinofilm auch schon vorbei, als Zuschauer hat man kaum Atem zu holen gewagt, gefühlt hat man sich das Zwinkern verkniffen, um bloß keine essentielle Handlung oder Aussage zu verpassen.
Ich weiß noch, wie gestresst und ausgelaugt ich mich nach dem ersten Anschauen von „Smaugs Einöde“ im Kino gefühlt hatte.

 

Extended Version: Mehr Zeit für die Trilogie-Mitte

Die Extended Versions von Jacksons Mittelerde-Verfilmungen haben Tradition und wurden bereits bei der Herr-der-Ringe-Trilogie eingeführt, um Teilaspekte der Geschichte, Randhandlungen und schöne Elemente der Welt, welche dem Schnitt für die Haupt-Story-fokussierte Filmversion zum Opfer gefallen waren, den Fans doch noch präsentieren zu können. Es waren meist schöne, optionale Zusatzelemente, Nice-to-Haves, die die Geschichte abgerundet und ergänzt haben oder Elemente der Bücher aufgenommen haben, die das Fanherz in der Extended-Filmversion wärmer werden ließen.

Nicht so bei der Extended Version von „Smaugs Einöde“.
Es mag nur meine bescheidene Meinung sein, aber für mich ist die Extended Version ein anderer Film als die Kinoversion. Warum?
Ein Gutteil der zusätzlichen Zeit ist bereits ganz am Anfang des Films zu finden, die einführende Szene zwischen Gandalf und Thorin in Bree ist schon länger und detailreicher, aber viel wichtiger: die Szene um Beorn ist viel ausführlicher und besser (persönliche Meinung natürlich), im Düsterwald fällt Bombur endlich in den Fluss, wie es sein sollte. Die Extended Edition beginnt ganz anders, als es die die Kinoversion tut. Wir lernen die neuen Charaktere und Orte in Ruhe kennen, es ist wieder mehr ein Mittelerde-Film, wie wir sie sowohl bei der Herr-der-Ringe-Trilogie als auch beim ersten Hobbit-Film, „Eine unerwartete Reise“, kennengelernt haben. Ein ruhiger Aufbau, „das tiefe Atemholen vor dem Sprunge“, eine würdige Vorstellung einiger der essentiellsten Szenen in Tolkins Roman.
Auch als die Zwerge und Bilbo Esgaroth, die Seestadt, erreicht haben, nimmt sich die Extended Edition mehr Zeit, erzählt die Geschichte ausführlicher, komplexer und mit mehr Details. Aus Bard, dem Bogenschützen, wird statt eines eigenbrödlerischen Einzelkämpfers auf einmal tatsächlich jemand, dem man die Anführerschaft einer Rebellion des Volkes gegen den fiesen Bürgermeister und seine hinterlistigen Schergen zutraut.

 

Warum sich die Extended Version von „Smaugs Einöde“ lohnt

Weil Du hier einen neuen Film sehen kannst, der zwar immer noch die Kernhandlung der Kinoversion von „Smaugs Einöde“ enthält – die Geschichte im Waldlandreich, um Thranduil, Legolas und Tauriel, wie auch die Ereignisse um Smaug sind quasi genauso wie in der Kinofassung – aber in der Erzählweise und der Detailiertheit, die wir als Fans der Mittelerde-Verfilmungen von Peter Jackson so lieben gelernt haben, ist „Smaugs Einöde“, die Extended Version, der Film, den wir uns gewünscht haben, und den der Mittelteil der Hobbit-Trilogie verdient hatte.
Für mich war keine Extended Version eines der vorherigen Filme derart essentiell, wie er es bei „Smaugs Einöde“ ist.
Danke Peter!

Hier findest Du unsere Antwort zur Frage: „Der Hobbit: Schlacht der fünf Heere: Lohnt sich die Extended Edition?“


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