Nordkomplotts Serientipp: Secret Diary of a Call Girl

„Das Erste, was Sie über mich wissen sollten, ist: Ich bin eine Hure.“

Belle de Jour ist eine der Besten unter den hochpreisigen Londoner Call Girls. Im wahren Leben heißt sie Hannah Baxter, und Familie und Freunde denken, sie arbeitet in einer Anwaltskanzlei. Was kann dabei schon schiefgehen?

Nordkomplotts Serientipp: Secret Diary of a Call GirlDie englische TV-Serie „Secret Diary of a Call Girl – Geständnisse einer Edelhure“ entführt das Publikum ins Nobel-Rotlichtmilieu Londons. Hannah aka Belle genießt ihr Leben als Edelhure. Sie liebt Sex, sie liebt Geld, und sie liebt es, nicht sie selbst sein zu müssen. Berufliches trennt sie strikt von Privatem, und niemand aus ihrem privaten Umfeld weiß, womit sie ihr Geld verdient.

Die Serie basiert auf dem wahren Leben eines Call Girls, die ihre Erlebnisse unter dem Titel „Belle de Jour – Diary of a London Call Girl“ verbloggt. Aus dem Blog wurde ein erfolgreiches Buch, aus dem Buch wurde eine Fernsehserie.

 

Secret Diary of a Call Girl: Hannah und das Leben

Während es schon kompliziert genug sein kann, ihren Eltern und ihrer Schwester die Mär von der Rechtsanwaltsgehilfin aufzubinden, ist es wirklich schwer für Hannah, ihren wirklichen Job vor ihrem Ex- und jetzt platonisch bestem Freund Ben zu verheimlichen. Die Heimlichtuerei belastet ihre Beziehung, und schließlich wagt Hannah den Schritt, Ben in ihr Geheimnis einzuweihen. Nachdem er zunächst mit Unverständnis reagiert, bekommt Ben im Lauf der Serie mehr und mehr Einblicke in Hannahs Berufsleben – einige sogar am eigenen Leib.

 

Secret Diary of a Call Girl: Hannah und Belle

Hannah erzählt dem Publikum aus ihrem Leben und wie es ist, Belle zu sein. Gleich in der ersten Folge lernen wir, dass sie vollkommen freiwillig dieses Leben gewählt hat und dass es ihr Spaß macht. Wir lernen harmlose, interessante und kuriose Kunden des Call Girls kennen – und ebenfalls solche, bei denen es einem schlicht die Sprache verschlägt.

Humor kommt in der Serie nicht zu kurz, und immer wieder wird gerade das Thema Sex für Geld schreiend komisch und typisch britisch angegangen. Hier bekommt man keine klassische Rotlichtmilieu-Studie, in der alles immer schrecklich sein muss, präsentiert.

Aber auch die Schwierigkeiten einer Prostituierten kommen nicht zu kurz. Belle erzählt von komplizierten Kunden, von Auftragsflaute und von der Schwierigkeit, eine Beziehung einzugehen.

Man kann also nicht behaupten, Prostitution würde verherrlicht werden – ein häufig gehörter Vorwurf an die Serie. Es wird im Gegenteil allerdings auch nicht alles krampfhaft verschrecklicht.Hat also wirklich etwas vom echten Leben – mit einer Portion britischem Humor.

Die wahre Belle de Jour hat übrigens lange ihre wahre Identität geheim gehalten, selbst als Buch und Serie bereits existierten. Erst Ende 2009 outete sich die britische Medizinerin Brooke Magnanti als die echte Belle.

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