Jack the Ripper: Ein Herbst des Schreckens

Jack the Ripper: Bis heute ungefasst, bis heute ein Mysterium, bis heute eine Faszination, die ihresgleichen sucht. Er gilt als der erste Serienkiller der Moderne und ist oftmals das erste, das vielen einfällt, hören sie das Wort „Whitechapel“, den Ort seiner Taten.

Jack the Ripper mordete, hält man sich an den offiziellen Kanon, zwischen dem 31.08. und dem 09.11.1888 im Londoner Stadtteil Whitechapel fünf Prostituierte auf meist bestialische Weise. Danach verschwand er. Und trotz vielfältiger Verdächtiger, Theorien und Spekulationen ist seine Identität bis heute unbekannt. War er ein jüdischer Fleischer? Ein deutscher Seemann? Ein amerikanischer Quacksalber? Oder gar der Enkel von Königin Victoria?

Jack the Ripper

Die Welt zu Jacks Zeiten

In Whitechapel lebten um 1888 hauptsächlich Einwanderer aus Osteuropa, oft geflüchtet vor den dortigen Judenpogromen. Und es waren noch keine 40 Jahre vergangen, seit die Große Hungersnot auch viele Iren nach London flüchten ließ. London war zu jener Zeit mit etwa sechs Millionen Einwohnern die größte Stadt der Welt – und hoffnungslos überbevölkert. Die hygienischen und gesundheitlichen Zustände waren gerade im East End grauenerregend. Geschätzte 600.000 Menschen lebten allein in Whitechapel. Es fehlten sowohl Wohnungen als auch Arbeitsplätze, und so waren viele Frauen gezwungen, als Prostituierte zu arbeiten. Alkoholmissbrauch, Kriminalität und Gewalt waren allgegenwärtig. Und glaubt man den Filmen, war es auch immer neblig.

In diesem Milieu schlug nun Jack the Ripper zu. Unter den Ärmsten der Armen. Warum er ausgerechnet Prostituierte als Opfer erkor, beflügelt bis heute die Fantasie der Ripperologen. Sein grausames Morden brachte schnell eine Menge Vorurteile ans Tageslicht: Das könne unmöglich ein Engländer sein! Es kam zu Übergriffen gegen Juden, und auch andere Zuwanderer gerieten ins Visier. Die Möglichkeiten der polizeilichen Ermittlungen waren damals sehr eingeschränkt, Profiling komplett unbekannt. Eigentlich hätte man Jack quasi mit der Tatwaffe neben dem Opfer erwischen müssen, um ihn dingfest zu machen.

Also blieben nur Indizien, Verdächtigungen und jede Menge Spekulationen. Zusammen mit der aufkommenden Sensationspresse entstand so der Mythos, der Jack the Ripper bis heute ist.

 

Jack the Ripper: Eine Zeitleiste des Schreckens

Ich lade Dich ein, dieses Jahr den Herbst des Schreckens mit mir nachzuerleben – natürlich nur theoretisch. Hier im Blog und auch auf meiner Facebook-Seite und meinem Twitter-Account. Ich werde die wichtigsten Ereignisse des Herbstes 1888 mit eigenen Blogartikeln und Posts erzählen, und zwar genau an den Tagen, an denen sie auch passiert sind.

In diesem Artikel werde ich nach und nach alle Artikel verlinken.

31.08.1888: Polly Nichols

08.09.1888: Annie Chapman

30.09.1888: Elizabeth Stride und Catherine Eddows

09.11.1888: Mary Jane Kelly

Übersichtskarte der Morde von Jack the Ripper (inkl. der beiden frühen Morde Smith und Tabram, die ihm nicht unbestritten zugeordnet werden)

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