Ein Bedauern.

Das wird nicht lang und nicht schön, und es gibt keinen Weg, es irgendwie zu beschönigen.

Als wir im November 2010 in London waren, hatte mein Vater schon gesundheitliche Probleme. Er war schnell erschöpft und hatte Probleme mit dem Kreislauf. Ich habe, als wir wieder zuhause waren, meine Mutter gefragt, ob mein Vater zum Arzt gegangen war. Natürlich war er nicht. Freiwillig ging er schließlich nie zum Arzt. Am 17. Mai 2011 starb er an Herzversagen.

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Ein Laster.

Mein Laster umfasst nur wenige Worte: Ben & Jerry’s.

Ich liebe dieses Eis. Wenn man einen dieser Momente hat, in denen man einfach Eis braucht, um sich gegen die böse Welt zu wappnen, funktioniert nichts so gut wie Ben & Jerry’s. Ich habe noch längst nicht alle Sorten probiert, aber ich möchte gerne 🙂

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Ein Lieblingszitat und warum es besonders ist.

Heute etwas aus dem Kapitel: Weisheiten, die die Jugend nicht zu schätzen weiß.

Sommer 1997. Festivität zur Feier unseres Abiturs. Unser Direktor wählte als Motto seiner Rede ein Zitat von Shakespeare:

This above all: to thine own self be true.

Sich selbst treu bleiben. Ich haderte damals mit mir und der Welt und misstraute allem. Ich fand diese Rede furchtbar, denn letztendlich dachte ich, dass die Welt doch kein bißchen daran interessiert war, wie wir wirklich waren, solange wir uns schön brav in das Bild einpassten, wie die Welt uns haben wollte.

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Ein peinlicher Moment.

Nachdem ich mir jetzt lange den Kopf zerbrochen hatte, vor allem darüber, ob ich mal einen richtig peinlichen Moment im Schulunterricht war, blieb nur dies übrig:

Ich war so etwa 19, single und schüchtern. Ich war in meiner Stammdisco und auf der Suche nach männlicher Aufmerksamkeit. Ich hatte diesen Typen schon mehrmals gesehen: groß, lockige Haare, Bart und trug immer ein Bandana. Ziemlich süß, aber irgendwie fiel ich ihm nicht auf. Also versuchte ich die dämlichste Masche der Welt: ich schrieb auf einen Zettel, dass ich ihn interessant fände, aber mich nicht trauen würde, ihn anzusprechen, und ob er mich mal anrufen wollen würde. Plus meine Telefonnummer. Er saß allein schräg vor mir, ich tippte ihm auf die Schulter und legte ihm den Zettel aufs Bein. Danach suchte ich schnell das Weite.

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