Ein peinlicher Moment.

Nachdem ich mir jetzt lange den Kopf zerbrochen hatte, vor allem darüber, ob ich mal einen richtig peinlichen Moment im Schulunterricht war, blieb nur dies übrig:

Ich war so etwa 19, single und schüchtern. Ich war in meiner Stammdisco und auf der Suche nach männlicher Aufmerksamkeit. Ich hatte diesen Typen schon mehrmals gesehen: groß, lockige Haare, Bart und trug immer ein Bandana. Ziemlich süß, aber irgendwie fiel ich ihm nicht auf. Also versuchte ich die dämlichste Masche der Welt: ich schrieb auf einen Zettel, dass ich ihn interessant fände, aber mich nicht trauen würde, ihn anzusprechen, und ob er mich mal anrufen wollen würde. Plus meine Telefonnummer. Er saß allein schräg vor mir, ich tippte ihm auf die Schulter und legte ihm den Zettel aufs Bein. Danach suchte ich schnell das Weite.

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Eine wertvolle Erinnerung.

Oh, das ist einfach. Geht um den bisher schönsten Tag meines Lebens: 20.11.2010.

Meine Eltern hatten Tristan und mich nach London eingeladen, um meinen Studienabschluss zu feiern. Ich liebe London und war seit ganzen zehn Jahren nicht mehr da gewesen.

Nachdem wir den kompletten 19.11. im Tower verbracht hatten, fuhren Tristan und ich am 20. nach Hampton Court Palace, dem berühmten Palast Heinrichs VIII. an der Themse südlich von London. Ich war hellauf begeistert, an jenem Ort zu sein, den soviele der historischen Figuren, die mich faszinieren, betreten hatten. Und die Schauspieler in historischen Kostümen, die Einblicke in das Hofleben der Tudorzeit gewährten, trugen ihren Teil dazu bei. Zwei Hofdamen schnappten sich schließlich Tristan und baten ihn, den Thron des Königs Heinrich VIII. von der Great Hall in die benachbarte Great Watching Chamber zu tragen, wo der König später Audienz halten würde. Als Dank sollte er dem König vorgestellt werden. Wir fanden uns alle in dem Raum ein, und während wir auf den König warteten, ging Tristan zu einer der Hofdamen und sprach mit ihr. Ich konnte nicht hören, was gesagt wurde, aber ich sah und hörte, wie die Hofdame auf das, was Tristan ihr sagte, mit einem „Oh my god“-Ausruf reagierte. Sie holte ihre Kollegin dazu und lief danach aufgeregt aus dem Zimmer. Da dämmerte es mir, was er vorhatte. Als er dann zurückkam und mir sagte, ich würde auch dem König vorgestellt, war alles klar. (mehr …)

5 Dinge, die die meisten nicht über mich wissen.

Heute wird’s schwierig. Die meisten Dinge, die kaum jemand weiss, weiss aus gutem Grund kaum jemand, was eine Veröffentlichung im Internet eher ausschließt 🙂 Na gut, ich versuch’s mal:

1.) Ich bin ein totales Weichei. Zeigt man mir unglückliche Tierbabies oder gequälte Tiere, kann man mir damit den ganzen Tag versauen. Nachdem ich im Zoo gesehen habe, wie Schimpansen ein Wildkaninchen einfingen und töteten, habe ich die halbe Rückfahrt geheult.

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Die Geschichte meines Lebens in 250 Worten

Also, erster August, und los geht die Challenge. Ich werde schreiben, wie mir der Schnabel gewachsen ist, denn schließlich geht es um den Spaß am Schreiben – ich hoffe, dass mir diese Übung später auch für Texte, bei denen mehr nachgedacht und recherchiert werden muss hilft.

Ihr müsst auf jeden Fall nicht fürchten, dass ich jeden Tag einen halben Roman zu Papier bringe – ich bin eher der Fan von kurz, aber prägnant.

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Geschichte und ich: wie alles begann

Ich kann nicht gerade behaupten, dass ich in der Schule besonders an Geschichte interessiert war. In meiner Erinnerung bestand der Geschichtsunterricht meiner gesamten Schulzeit zu 35% aus der französischen Revolution und zu 55% aus der Zeit zwischen Bismarck und Hitler. Und zwischen zig Abkommen und Verträgen mit mehr oder minder wohlklingenden Namen habe ich den Kontakt verloren, weil ich nicht gelernt habe, was mich wirklich interessiert hat: wer waren diese Menschen, die vor so langer Zeit gelebt haben, und wie haben sie gelebt, wie haben sie gedacht? Nicht nur die, die ohnehin in den Geschichtsbüchern standen, was war mit dem normalen Volk, über die kaum jemand berichtet hat? Wie hat man zu dieser Zeit seinen Tag verbracht, wie hat man geheiratet, wie ist man gestorben?

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