Der kuriose Weg der britischen Thronfolge: Von den Tudors zu den Stuarts

Der kuriose Weg der britischen Thronfolge: Von den Tudors zu den Stuarts

Die britische Thronfolge hat seit dem 16. Jahrhundert eine Menge ungewöhnlicher Wendungen genommen. Man stellt sich Thronfolge oft so leicht vor: Ein König herrscht, und sein ältester Sohn folgt ihm nach. Aber was, wenn es keinen Sohn gibt? Wenn der Thronfolger die falsche Religion hat? Die falsche Frau heiratet und der falschen Politik folgte? Oder es gar eine Weile lang gar keinen König gab?

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Die Ära Stuart oder: Wie der Antikatholizismus zur englischen Staatsideologie wurde

Die Ära Stuart oder: Wie der Antikatholizismus zur englischen Staatsideologie wurde (Gastartikel)

Die Herrschaft der Tudors war in der Geschichte Englands eine allesverändernde, gleichzeitig aber doch relativ kurze Periode. Nach der – um es gelinde auszudrücken – eher schwierigen Herrschaft Heinrichs VIII. erlebte das Land gegen Ende des 16. Jahrhunderts eine wahre Blütezeit unter den Tudors. Diese goldene Ära ist untrennbar mit Königin Elisabeth I. verbunden. In ihre Zeit fiel die beginnende koloniale Expansion Englands; unter ihr besiegte England die spanische Armada; das Land mutierte vom unbedeutenden Inselstaat zur aufkommenden Großmacht Europas. Aber trotz all dem kam es für Elisabeth letztlich, wie es kommen musste. Sie starb im Jahr 1603 ohne Nachkommen zu hinterlassen. Elisabeth hatte sich nämlich Zeit ihres Lebens geweigert, zu heiraten. Das Haus der Tudors war am englischen Thron somit Geschichte.

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