Schon gewusst? Kurioses der Tudors

Die Tudor-Epoche: was uns die Geschichtsbücher nicht über die Herrschaftszeit der englischen Dynastie von 1485 bis 1603 verraten: Kurioses, wenig Bekanntes, Makaberes. Mehr Kurioses über weitere Epochen in Bälde!

  • Zur Tudor-Zeit starben mehr Seeleute an Skorbut als durch Schiffbruch, Seekriege und alle anderen Krankheiten zusammen.

  • Das berüchtigte Schweißfieber, auch englischer Schweiß genannt, trat zu Zeiten der Tudors in fünf Wellen auf und kostete viele Menschen das Leben. Kurioserweise stoppte die Krankheit bei jedem Ausbruch an der Grenze zu Schottland und griff nie auf das Nachbarland über.
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  • Zucker war zu Tudor-Zeiten eine kostspielige Delikatesse. Dummerweise führte er auch zu sehr schlechten Zähnen bei denen, die es sich leisten konnten. Also war es kurzzeitig sogar Mode, sich die Zähne zu schwärzen, damit man aussah, als könnte man sich Zucker im Überfluss leisten.
  • Keine Verhütungsmethoden: es wird angenommen, dass jede dritte Braut der Tudor-Zeit bei ihrer Hochzeit bereits schwanger war.
  • Wenn ein Mitglied der englischen Webergilde im 16. Jahrhundert einen Gildenbruder als „Schotte“ beschimpfte, musste er eine Strafe zahlen, die etwa 12 Wochenlöhnen entsprach.
  • Dass Heinrich VIII. sechs Frauen hatte, ist bekannt – wesentlich weniger bekannt ist, dass Ehefrau Nummer 6, Catherine Parr, ihrerseits auch vier Ehemänner gehabt hat.
  • Die Tudor-Version von Fußball war so brutal und brachte so viele Verletzte und gar Tote hervor, dass Heinrich VIII. es 1540 komplett verbot – schließlich brauchte er gesunde Männer für seine Armee.
  • Es war gesetzlich verboten, den Tod des Königs vorauszusagen. Als Heinrich VIII. nun im Sterben lag, wollten seine Ärzte ihm diesen Umstand nicht mitteilen und ließen den König lange im Unklaren.
  • Die für ihre Grausamkeit berüchtigte Mary I. ließ etwa genausoviele Menschen hinrichten wie ihre Halbschwester Elizabeth I. – nur dass Mary dafür 5 Jahre brauchte und Elizabeth 45. Ihr Vater schlug sie mit 72.000 Toten in 38 Jahren jedoch beide um Längen.
  • Mary I. war allerdings spitze, was den Tod auf dem Scheiterhaufen betraf: sie ließ mehr als dreimal soviele Menschen lebendig verbrennen wie ihre Halbschwester, ihr Vater und ihr Großvater zusammen.
  • Unter Mary I. konnte man bereits auf dem Scheiterhaufen landen, wenn man ein armer Bauer war, der das Vaterunser nicht aufsagen konnte.
  • Mary I. schloss in ihren letzten Willen drei Befehle an ihre Nachfolgerin, Elizabeth I. ein: Elizabeth sollte Marys Ehemann Phillip I. von Spanien dessen Juwelen zurückgeben, Elizabeth sollte zum katholischen Glauben übertreten, und sie sollte Marys Mutter Katharina von Aragon umbetten und an Marys Seite bestatten. Elizabeth tat nichts davon.

 

  • Unter Elizabeth I. war es gesetzlich vorgeschrieben, sonntags eine wollene Mütze zu tragen, um die englische Wollproduktion zu unterstützen.
  • Elizabeth I. galt als eine der reinlichsten Frauen ihrer Zeit: sie nahm alle drei Monate ein Bad.
  • Der Krönungsring, den Elizabeth I. mehr als 40 Jahre lang getragen hatte, musste ihr kurz vor ihrem Tod vom Finger gesägt werden.

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2 Kommentare

  1. Hallo ihr lieben 🙂 sorry dass ich immer meinen Senf dazugebe aber ich finde die Epoche der Tudors am interessantesten. Gut mich interessiert auch das 3.Reich aber da gab es größtenteils keine Monarchie mehr und ging so gut wie nur um Krieg aber bei den Tudors ist alles dabei Liebe, Hass, Krieg, Tod……….

  2. Hallo Irene, ist doch kein Problem, ich freu mich über jeden, der mein Blog liest und hier kommentiert.
    Ich würde nicht gerade sagen, dass es im 3. Reich nur um Krieg gegangen wäre, aber letztendlich kann ja jeder die Epoche am meisten mögen, die ihm am besten gefällt – da ziehe ich die Tudors auch vor 🙂

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